Mexico 1998


Allgemeines

Wohin geht man im Februar in Urlaub wenn man noch Resturlaub abzubauen hat und Skifahren ein Fremdwort ist? Natürlich dahin wo's warm ist. Und da ich letztes Jahr mit dem gleichen Veranstalter eine USA-Reise gemacht habe, Katalog studieren: Aha, Mexico wird angeboten.
Ohne hier Werbung machen zu wollne (mach ich aber doch): Der Veranstalter heißt Marlboro Tours, hat aber mit dem Qualmzeughersteller nur so viel zu tun als das die sich um die Werbung kümmern, die Durchführung vor Ort macht Crossroads Adventures.

Tag 1, Sonntag 14.2.1998

 Die Reise

01:00 Aus dem Haus gegangen. Mit der Strassenbahn zum Hauptbahnhof.
01:40 Nachtzug Karlsruhe -> Frankfurt Flughafen
03:40 Ankunft in Frankfurt. Rumirren. Den LTU-Schalter suchen.
04:00 Gefunden (in Terminal 2). Einchecken. Stirnrunzeln bei meinem Handgepäck (hab dann was von 2l Cola erzählt die ich vorher noch leertrinke was dann die Frau hinterm Schalter beruhigt hat) (Es waren 0.25l Kakao).
05:00 Mit dem Airport-Bus nach Düsseldorf. Um es deutlich zu sagen: LTU hegt und pflegt die Raucher. Qualmen darf man im Bus vorne, Nichtraucher sind hinten. Die Grenze dazwischen ist imaginär. Also: Nicht empfehlenswert. Aber: Das Gepäck konnte man in Frankfurt schon einchecken und brauchte sich dann um nichts mehr zu kümmern.
08:00 Ankunft in Düsseldorf. Direkt zum Gate. Ich halte ausschau nach meinen Mitreisenden (zum gegenseitigen Erkennen bekam jeder ein T-Shirt in Knallrot. Leider hatte es ausser mir keiner an).
09:00 Start. Bemerkung zu LTU: Auch hier hat's viele Rauerplätze, die durch nichts von den Nichtrauchern getrennt sind wenn man in der hinteren Kabine sitzt. Dafür ein deutliches MINUS.
Flug Gibt's eigentlich nichts besonderes zu zu sagen, ausser dass er lange 11 Stunden dauerte. Es gab zwei Filme (Nix zu verlieren, Die Hochzeit meines besten Freundes) und zweimal was zu essen.
14:00 Ankunft in Cancun (die Uhr wurde um 6h zurückgestellt). Wo ist das Gepäck? Tja, das ganze Ausladen mußte ein Mexikaner ganz alleine bwerkstelligen, dauerte deswegen etwas länger (mein Gepäck war natürlich im letzten Container),

Ankunft in Cancun, Hotel

Unser Tourguide Ralf holte uns am Flughafen ab, Gepäck auf den Van aufladen und ab ins Hotel. Wer wollte konnte nach dem ersten Abladen gleich mit dem Van zum Strand fahren, ich zog es erstmal vor etwas zu schlafen.

Abends dann treffen um die Tour kurz vorzustellen und zum kennenlernen. Ich schreibe hier nur die Vornamen, wer dabei war weiss es, den Rest geht es nix an. Dabei waren: Ralf (Tourguide), Stefanie, Tino, Karsten, Steffen, Matthias, Martina, Sandra, Ute, Jutta, Norbert, Jörg und ich (Wolfgang).

Danach waren alle etwas geschafft, deswegen gingen wir früh schlafen. 


Tag 2, Montag 15.2.1998

Von Cancun zur Isla Mujeres

Früstück im "100% Natural", schon lernte ich die ersten mexikanischen Spezialitäten kennen: Frischgepressten Fruchtsaft und Tortillas.
Es ging morgens recht früh los, für alle mit Jetlag kein Problem. Aufladen (zuerst die grüne Tasche bitte),  und los gings. Der Van war mit uns voll besetzt, d.h. vorne saß Fahrer Ralf plus Beifahrer(in), hinten der Rest in 4 Reihen zu je 3.

Wir verliessen die Stadt in nördlicher Richtung. Die Isla Mujeres (so genannt weil früher die Maja-Frauen dorthin pilgerten um Fruchtbarkeit zu erlangen) liegt vor der Küste Yucatans. Man gelangt zur Insel per Fähre, die Überfahrt dauert ca. 1 Stunde. Nach einer kurzen Stadtrundfahrt (kurz, weil die Stadt ziemlich klein ist), gelangten wir zu unserer Unterkunft. Ja, die Unterkunft. Eigentlich wollten wir ja campen, aber der Campingplatz hatte ungefähr die Größe eines (kleineren) Vorgartens, sodaß wir nur zwei Zelte aufbauen konnten, der Rest mußte sich mit einer Unterkunft im Schlafsaal begnügen.

Den Rest des Tages verbrachten wir am Strand, da leider das Meer zu unruhig war um z.B. noch schnorcheln zu gehen. Abendessen mexikanisch, ich hatte einen sehr leckeren Fischspiess.


Tag 3, Dienstag 16.2.1998

Von der Isla Mucheres nach Chichen Itza

Nach einem ereignislosen Übersetzen mit der gleichen Fähre wie gestern gings nach Cancun zum Einkaufen und anschliessend westwärts. Um die Mittagszeit  hatten wir die Gelegenheit in einem unterirdischen See zu schwimmen. Klasse! Was grundsätzliches zum Wetter: Auf der ganzen Reise hatten wir fast durchgehend  warmes Wetter. Deswegen waren die täglichen Bade-Stops immer äusserst willkommen.

Nach ausgiebigem Baden ging es weiter nach Westen. Der Ort an dem wir am späten Nachmittag unsere Zelte aufschlugen war so klein und unbedeutend daß ich mir seinen Namen nicht notiert habe. Wir kampierten im Garten des Hotels "Pyramide Inn", Ralf hatte ein Hotelzimmer (was sehr von Vorteil war, da das Zimmer eine Dusche hatte die wir alle benutzen konnten). Nach der Ankunft und sobald die Zelte standen gings an den Pool(in der Zwischenzeit mussten wir feststellen daß wir unsere Rucksäcke im Revier einer Katze abgelegt hatten und daß Katzen ihr Revier auch markieren (ein Rucksack musste dran glauben :-))

Abends kochten wir zum ersten mal: Jutte und Ute machten phantastisch leckere Pfannkuchen.


Tag 4, Mittwoch 17.2.1998

Von Chichen Itza nach Merida

Wir standen früh auf, um noch vor den Touristenhorden an den Ruinen von Chichen Itza zu sein. Es lohnte sich! Es ist schon was anderes, ob man fast alleine auf der grossen Pyramide steht und die Ruinen bewundert, oder sich mit vielen anderen Touristen auf der sowieso ziemlich kleinen Platform drängen muss.

So eindrucksvoll die Ruinen auch sind: Drei Stunden reichen zum Besichtigen! Ralf holte uns ab, wir fuhren zum Hotel zurück (Pool!), bauten unsere Zelte ab (Pool!) beluden den Van (Pool!) und machten uns auf den Weg nach Westen.

Gegen Abend kamen wir in Merida an und bezogen unser Hotel (mit Pool auf dem Dach). Anschliessend gings zum Einkaufen eines der Haupterzeugnisse dieser Gegend: Hängematten. Nach dem Einkaufen zum Essen zu Pancho's,  sehr touristisch aber gut. Da noch nicht müde starteten Sandra, Ute, Jörg und ich noch zu einer nächtlichen Stadtrundfahrt per Pferdekutsche.


Tag 5, Donnerstag 18.2.1998

Von Merida nach Uxmal

Los gings wieder ziemlich früh morgens. Wir beluden den Van und fuhren nach Westen um uns zunächst die Flamingos im Reservat von Celestun anzuschauen. Celestun ist eine Lagune in der Flamingos und andere Vögel überwintern. Außerdem gibt es auch noch Mangrovenwälder. Dort war es auch daß wir einen ganzen Bus Italiener ziemlich verärgert haben: Einer der Seitenarme ist zum Baden ausgebaut. Und auch ganz nett zum fotografieren angelegt. Unser Hauptanliegen dort war natürlich baden....

Weiter gings. Wieder Richtung Meer, wo wir für ein paar Pesos fangfrischen Fisch kauften. Dann gings nach Uxmal wo wir die Ruinen besichtigten. Neben den Ruinen gibts auch ein Hotel mit einem Pool für alle Kunden (Kunde = jemand der eine Cola dort bestellt). Diesen nutzten wir ausgiebig. Danach weiter zu unserem Campground bei Santa Elena wo wir im Dunkeln unsere Zelte aufbauten. Zu essen gab's gegrillten Fisch.


Tag 6, Freitag 19.2.1998

Von Santa Elena nach Palenque

Das übliche: Zelte abbauen, aufladen (Grüne Kisten, Zelte, Isomatten...). Gegen Mittag machten wir Rast in Campeche, eine Stadt die wegen häufiger Piratenüberfälle mit einer Stadtmauer umzogen wurde. Von dort aus gings weiter an der Küste entlang bis wir irgendwann nach Süden ins Landesinnere abbogen.
Der Campingplatz von Palenque liegt recht schön in der Nähe der Ruinen. Zu essen gab es Chilli.


Tag 7, Samstag 20.2.1998

Von Palenque nach Ocosingo

Morgens besichtigten wir die Ruinen, anschließend ein kurzer Sprung in den Pool des Campingplatzes, danach abbauen, aufladen und weiter.  Unseren mittäglichen Badestop machten wir am Wasserfall (der Name ist mir leider entfallen). Schon ein Erlebnis da zu schwimmen (bei Temperaturen von 35° und mehr macht auch kaltes Wasser nichts aus).

Unser eigentliches Tagesziel wäre ja eigentlich San Cristobal gewesen.... am späten Nachmittag fing auf einmal der Van an alle paar Kilometer auszugehen... Motor aus, 15 Minuten warten, Motor an. Dadurch verloren wir soviel Zeit, daß wir unser Nachtquartier ca. auf halber Strecke in Ocosingo auf dem Rancho Esmeralda aufschlugen. Dies war der beste Campground der ganzen Tour! Die Zelte standen auf einer Wiese, sanitäre Anlagen waren erstklassig und am nächsten Tag gabs ein phantastisches Frühstück! Abends kochten wir noch, es gab Nudeln mit Sahne-Käse-Sosse.


Tag 8, Sonntag 21.2.1998

Von Ocosingo nach San Cristobal de las Casas

Zuerst gab es ein prima Frühstück aus selbstgebackenem Brot (es gab Maisbrot, Vollkornbrot und, hmmm lecker, Bananenbrot), dann ging ein Teil unserer Gruppe reiten. Ich zog es vor auf dem Rancho etwas zu relaxen. Anschließend aufladen und abfahren. Ralf hatte den Van getestet und keinerlei Spuren eines Defekts gefunden, der Motor lief ohne Probleme.

Dachten wir. So auf halber Strecke gingen die Probleme wieder los, schlimmer als am Tag zuvor. 500m fahren, Motor aus. Warten. Und das immer wieder. Nachdem auch der mexikanische ADAC (dort heisst das Angeles Verdes) nichts fand, luden wir schliesslich unser Gepäck ab und wollten den nächsten Bus anhalten. Nur kam kein Bus. Nach einer Stunde warten in Dunkelheit mit Gepäck auf der Straße startete Ralf noch einen Versuch, und siehe da, der Van lief und fuhr bis San Cristobal.

Zelte aufbauen, Crossroads spendierte Pizza für alle, schlafen gehen (kalt war's nachts).


Tag 9, Montag 22.2.1998

Von San Cristobal nach Ocosingo

Morgens machten wir zunächst einen Ausflug nach San Juan Chamula (1,2,3), einem Dorf in der von San Cristobal mit rein indianischer Bevölkerung. Da dort gerade der indianische Karneval gefeiert wurde war das fotografieren im ganzen Ort verboten. Deswegen hier ein Link auf ein Bild der Kirche.

Anschließend zurück nach San Cristobal. Ralf machte sich auf die erfolgreiche Suche nach einem Mechanico, Ursache allen Übels war letztendlich ein verstopfter Benzinfilter. In San Cristobal fand ein Markt statt, einer jener Märkte auf denen man von Früchten bis hin zu lebenden Tieren alles kaufen konnte. Nachdem wir uns dort auch gesättigt hatten (das beste und billigste mexikanische Essen das ich hatte) gings zurück zum Campground, Zelte abbauen, aufladen und los.

Da uns der Rancho Esmeralda so gut gefallen hatte,  verbrachten wir eine weitere Nacht dort. Da wir diesmal angemeldet waren hatten die Besitzer ein sehr leckeres mexikanisches Essen vorbeitet.


Tag 10, Dienstag 23.2.1998

Von Ocosingo nach Calakmul

Nach einem genausoguten Frühstück wie an Tag 8 bauten wir unsere Zelte ab und machten uns auf den Rückweg nach Norden. Unseren täglichen Badestop hatten wir am Misol-Ha Wasserfall. Schon mal in einem See gebadet in den aus 50m Höhe ein Wasserfall reinrauscht? Prima!

Danach gab es eine lange Fahrstrecke, nur unterbrochen durch eine Essenspause. Tagesziel war die Ausgrabungsstätte von Calakmul wo wir bei Dunkelheit auch eintrafen. Calakmul ist eine relativ neue Maya-Ausgrabungsstätte und deswegen von Touristen-Horden noch ziemlich verschont. Es liegt mitten im Dschungel in einem Biosphärenreservat, dorthin gelangt man über eine 50km lange einspurige Straße (zwei Vollbremsungen waren notwendig wegen Gegenverkehr). Dort angekommen fanden wir zunächst ein verschlossenes Tor vor, aber auch zwei Wächter die uns großzügigerweise (gegen Pesos, versteht sich) erlaubten schon vor der offiziellen Öffnungszeit 8:00 auf die große Pyramide zu steigen. Der Begriff "vor Sonnenaufgang" wurde von uns sehr frei ausgelegt...


Tag 11, Mittwoch 24.2.1998

Von Calakmul nach Tulum

Um es kurz zu sagen: Ein Sonnenaufgang über dem Dschungel ist klasse! Oben auf der Pyramide war nur Wald und nochmal Wald zu sehen, und ein paar Ruinen die daraus hervorragten.

Nachdem die Sonne schließlich aufgegangen war packten wir unsere Zelte zusammen und machten uns auf den Weg. Auf der Straße zurück platzte uns ein Reifen was uns aber nicht lange aufhielt. Mittags ein Stop an einer Cynote mit extrem warmem Wasser und 5m-Sprungbrett.
 


Tag 12, Donnerstag 25.2.1998

Von Tulum nach Xcacel


Tag 13, Freitag 26.2.1998

Von Xcacel nach Xpu-Ha


Tag 14, Samstag 27.2.1998

Von Xpu-Ha nach Playa del Carmen


Tag 15, Sonntag 1.3.1998

Von Playa del Carmen zurück nach Deutschland



Interessante Links:

Wolfgang Tremmel